Bedingungsloses Grundeinkommen

Die Idee des bedingungslosen Grundeinkommens hat mich so richtig gepackt während der letzten Tage. Leider diskutieren dazu die meisten Leute (z.B. hier ) ohne Hintergrundwissen und aus dem Bauch, aus Neid, aus Missgunst – oder aus welchen Motiven auch immer. Jedenfalls gönnt man oft den sogenannten und NATÜRLICH erwarteten “Faulpelzen”, die ein solches Grundeinkommen selbstverständlich “schamlos ausnützen würden” nicht, dass sie ohne Angst um ihre Grundversorgung ruhig schlafen können. (Nee, dann soll es lieber auch mir selbst schlechter gehen, ehe ich solchen Leuten etwas Gutes gönne …)
Finde ich sehr traurig, und ich denke, falls man auf diese Missgünstlinge hört, vergibt man eine große Chance für die Entwicklung der modernen Gesellschaft, in der mehr und mehr Maschinen die Menschen als Arbeitskraft ersetzen. Arbeit für alle Arbeitswilligen gibt es schon heute längst nicht mehr und wird es auch in Zukunft nicht mehr geben. Im Gegenteil …
Wer das leugnet ist entweder blind oder ein Ignorant.

Also: Nicht zuerst mal ablehnen, sondern zuerst informieren, und erst danach meckern, falls man dann tatsächlich noch meckern will!

Ganz viele aktuelle Links zum Thema Grundeinkommen gibt es HIER .

Ja, ich bin so begeistert und eingenommen von dieser Idee, dass ich auf Missionsreise damit gehen könnte … ;-)

Nachtrag:

Sue hat mit in den Kommentaren einen Link dagelassen, der wichtige Fragen zum Grundeinkommen nochmal sehr schön und trotzdem kurz und knapp beantwortet.

Nachtrag 2:

Kleine Umfrage zum Thema “Bedingungsloses Grundeinkommen”

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Autor: Ulinne
Datum: Montag, 23. Februar 2009 15:03
Trackback: Trackback-URL Themengebiet: Politik/Gesellschaft, Tage wie diese

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6 Kommentare

  1. 1

    Nun, auf Missionsreise brauchen Sie ja nicht gleich zu gehen. Aber natürlich braucht solch eine Idee das Gespräch. Mit Freunden und Bekannten, in der Familie, am Arbeitsplatz. Dadurch können wir sie zum Leben erwecken.

    Und sich ein Bisschen darum zu kümmern, wie sie realisiert werden könnte, kann auch nicht schaden. So oder so.

    Carl Jaegert – kunstuni.de

  2. 2

    Hallo Ulrike,

    ja, derzeit wird diese Idee vielerorts diskutiert – u.a. auch in einer Yahoogruppe, in der ich dabei bin. Dort wird wirklich richtig gut diskutiert und das Für und Wider immer wieder abgewogen.
    Ich selbst habe mich leider noch nicht intensiv genug mit dem BGE befasst, finde die Idee aber erstmal auch richtig gut!

    LG
    Sianna

  3. 3

    Arbeit ist ansich genug da, aber nicht genug Lohnarbeit, im Umkehrschluss also nicht genug Geld für Sinvolles, so dass man das GE auch als Investition dafür betrachten kann.

    Viel Spaß bei der Missinsarbeit. In meinem Umfeld sind schon viele Menschen von dem Konzept größtenteils überzeugt. Die schwierigste Abgrenzung ist wohl die von einem gut organisierten Sozialstaat mit ausreichendem Arbeitslosengeld.

  4. 4

    eine menge gedanken zum thema findest du auch da:
    http://caipi.limone.de/index.php/2009/02/17/gedanken-zur-grundeinkommens-diskussion/
    nicht die schlechtesten überlegungen.

    sues letzter Blogeintrag: Leserrückgewinnung :)

  5. 5

    ich verweise auf meinen Kommentar hier in diesem BLOG ..

    Nante
    Freitag, 20. Februar 2009 11:39
    den genauen Link kann ich nicht einstelle: tD= technische Dummheit

    ( http://www.tage-wie-diese.de/wptwd/?p=579#comment-1410 – eingefügt von Ulrike)

    Auch ich bin der – schon dort ausgesprochenen Meinung, dass gemeinsam mit der Diskussion über bedingungsloses Grundeinkommen

    UNBEDINGT

    die Diskussion über den Wert ( als ökonomischer und ethischer) der ARBEIT geführt werden muss ..

    auf breitester Ebene ..

    Nantes letzter Blogeintrag: weil … es im Reden über Messadiès Buch zu gewissen Differenzen gekommen ist ..

  6. 6

    Jeder, der die Debatten mit Gier und Neid leid ist, wird das Modell eines bedingungslosen Grundeinkommens befürworten.

    Damit die Sache aber funktioniert, darf es keine Besteuerung des zusätzlichen Einkommens, der betrieblichen Vermögen usw. geben, sondern es muss ALLEIN der Konsum besteuert werden, wobei auch kein Weg an der in Dänemark praktizierten Luxussteuer vorbeiführt. Wenn ein Millionär eine Luxusvilla, -yacht, jet usw. haben möchte, dann wird er sich seinen Wunsch um jeden Preis erfüllen. Wird ihm dagegen schon vorab was zur Finanzierung des Bürgergelds weggesteuert, dann wird er sich unweigerlich danach umsehen, wie er dem entgehen kann.

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