Beiträge vom März, 2009

Abwrackprämie

Dienstag, 31. März 2009 11:10

Ich finds ungeheuerlich wie die Politik zur Zeit unser Steuergeld aus dem Fenster wirft und dabei nur die Autoindustrie begünstigt. U.a. auch deshalb kann ich die Opelaner nur schlecht verstehen, denn auch Opel wird momentan doch schon wild subventioniert.

Wie kann man in einem “Konjunkturpaket” etwas auflegen, das nur einen einzigen Industriezweig und einen ganz bestimmten Kreis der Menschen in diesem Land dermaßen begünstigt? Und damit nicht genug, mit dieser Maßnahme SCHADET man einigen Unternehmen sogar massiv: Den Gebrauchtwagenhändlern, den freien Schrauberwerkstätten, den Schrotthändlern …

Unser Auto ist z.B. noch nicht alt genug für diese Art der Subvention, hat erst 6 Jahre auf dem Buckel. Aber ich würde dieses Wegwerfverhalten eh nicht mitmachen. Bei manchen Autos, die in die Presse kommen, könnte einem das Herz bluten – sooo schön sehen sie noch aus und so ok sind sie vermutlich auch noch. WAS für eine Wegwerfmentalität!

Nee, nee – *kopfschüttel* – da hätte man besser die Idee mit den 500 EURO in die Hand jeden Bürgers verwirklicht, dann hätte wenigstens jeder Industriezweig etwas davon gehabt. Der eine hätte vielleicht Möbel, der andere Kleidung, Geschirr, technische Geräte, oder sonstwas gekauft.
Aber diesen Riesenbetrag, der uns ALLE mit Schulden belastet, nur auf AUTOS zu fokussieren, ist eine Unverschämtheit!

Und nun auch noch eine Verlängerung dieses Unsinns, nach dessen Auslaufen eh alles wieder in den Keller geht. Vielleicht sollte man das Desaster um die Online-Reservierung als Zeichen betrachten …
Mit einem Strohfeuer lässt sich nun mal keine Wirtschaft stabilisieren.

Nicht zu fassen!

Die Demos von “Wir zahlen nicht für eure Krise” müssen sich noch erheblich ausweiten und intensivieren. Eigentlich müssten da bei den nächsten Aktionen ALLE auf die Straße! Aber da brauchts Veranstaltungen in der Nähe der Bürger – also in fast jeder Stadt, damit z.B. auch die Älteren, die nicht mehr so mobil sind, daran teilnehmen könnten.

[youtube sxvrzMHVpfU]

Thema: Politik/Gesellschaft, Tage wie diese | Kommentare (2) | Autor: Ulinne

Yippie …

Montag, 30. März 2009 13:17

ER ist endlich weg vom Fenster! *freu*

Nun wollen wir mal hoffen, dass der nächste Kandidat nicht wieder so ein arrogantes A… ist (obwohl ich da bei unseren Politikern nur wenig Hoffnung habe), dass damit der Börsengang nun vom Tisch ist, dass wieder mehr für die Instandhaltung der Bahn getan wird, und dass das Bahnfahren für die Menschen wieder unkomplizierter und angenehmer wird.

Nachtrag:

Bahnexperte zum Mehdorn-Rücktritt
“Das gesamte System Mehdorn wird abtreten”

-> Bahn für alle

Thema: Politik/Gesellschaft | Kommentare (2) | Autor: Ulinne

Erntezeit

Sonntag, 29. März 2009 5:26

Wie der Gentechnikkonzern Monsanto den Weltmarkt aufrollt – und BASF dabei den Türöffner in Europa spielt.

Lesenswert!

Besonders im Hinblick auf die aktuelle Debatte im Bundestag, in der sich politische “Türöffner” wie die FDP-Frau Happach-Kasan ((einige Reden dieser Dame zum Thema) und der CDU-Mann Peter Bleser (seine Rede zum Anbaustopp für gentechnisch veränderten Mais – vor ein paar Tagen im Bundestag) ins Zeug legen – vermutlich um ihrem Scheck auch eine Leistung entgegenzusetzen …
Eine solche Vermutung drängt sich einem jedenfalls dringend auf, wenn man davon ausgeht, dass diese Leute solche Berichte kennen und gelesen haben und demzufolge um die Nöte vieler amerikanischer Bauern wissen!

Ich halte es für ein Verbrechen, solche Verhältnisse nun auch nach Europa importieren zu wollen – genauso wie ich alle Wissenschaftler für Verbrecher halte, die für die Monsanto-Erzeugnisse, die viel mehr versprechen, als sie halten können, positive Gutachten schreiben, um den Markt für sie zu öffnen.

Den Antrag zur Bundestagsdebatte um einen Anbaustopp für gentechnisch veränderten Mais haben übrigens die Grünen gestellt.

Hier die Meinung von Renate Künast dazu:

Genfood – Nein Danke!

[youtube BoxUEu55rNg]

Thema: Politik/Gesellschaft, Tage wie diese | Kommentare (1) | Autor: Ulinne

Der unbegreifliche Höhenflug der FDP

Mittwoch, 25. März 2009 13:27

Ich hab da mal wieder eine Verständnisfrage.
Vielleicht kann mir ja jemand unter euch erklären, weshalb die FDP aus der augenblicklichen Krise so viele neue Anhänger gewinnen kann. Ausgerechnet die Partei, die mit ihrem Konzept des hemmungslos freien Kapitalismus und der vehementen Ablehnung jeglicher Reglementierungen u.a. auch ein Beförderer dieser Krise war und ist.
Was ist nur mit den Leuten los, die momentan in die Arme der FDP flüchten? Ich verstehs mal wieder nicht.
Welche Qualität, die Finanzkrise in den Griff zu bekommen und zu überwinden, sollte eine Partei mitbringen, die sie selbst mit verursacht hat???

Dazu das Gejammere um die “Verstaatlichung” der HRE …
Was wird da denn “verstaatlicht”?
Das Vermögen oder die Schulden?
Doch wohl eher die Schulden – und zwar fast in der Höhe unseres gesamten Bundeshaushaltes!!!
Nun scheint bei diesem HRE-Fass nämlich NOCH mehr vom ohnehin offenen Boden wegzubrechen.
Der Staat – wir Steuerzahler – sollte also, wenn man dem Willen der FDP entspräche, nur jede Menge Geld fließen lassen, stopfen und stopfen, sich ansonsten aber aus allem raushalten und – vor allem – dem Heuschrecken-Aktionär nicht nur nichts wegnehmen, sondern ihm im Gegenteil mehr für seine Aktien-Anteile bezahlen, als sie momentan überhaupt noch wert sind?
Nee, also wirklich – was ist DAS denn für eine bürgerverachtende Einstellung …?
Und eine solche Partei will man dann auch noch WÄHLEN???
Ja, wie dumm und masochistisch ist DAS denn?!

Ich habe während der letzten Zeit die TV-Sendungen zu Hitlers Machtergreifung im ZDF verfolgt und sehe da doch einige Parallelen.
Nicht, dass ich die FDP mit den Nationalsozialisten vergleichen möchte – Gott bewahre – aber die Psychologie der Menschen scheint in diesem Fall doch ähnlich zu ticken. Hat wohl viel mit unreflektierten, nebulösen Hoffnungen, Augen zu und durch und viel Verdrängung zu tun …

Mit realistischen Wahrnehmungen kann das Hinschwenken zur FDP jedenfalls nichts zu tun haben.

Thema: Politik/Gesellschaft, Tage wie diese | Kommentare (12) | Autor: Ulinne

Israels brutale Kriege

Freitag, 20. März 2009 12:38

Muss man sich noch wundern, wenn Israel für viele Menschen kein Staat ist, den man loben und dem man – aus welchen Gründen auch immer – unbedingt solidarisch zur Seite stehen müsste, wenn man (neben allem, was zuvor aus anderen kriegerischen Auseinandersetzungen schon an schrecklichen Dingen zu hören war) solche Dinge über den letzten Krieg gegen die Palästinenser erfährt?

Israelische Soldaten haben offenbar ausgepackt, weil sie den Gewissenskonflikt nicht mehr ausgehalten haben, die armen Jungs.
Zitat: “Insgesamt habe der Eindruck vorgeherrscht, “dass das Leben von Palästinensern sehr, sehr viel weniger wichtig ist als das Leben unserer Soldaten”, sagte er.”

Menschen, die weniger wichtig und wert sind als andere …??!
Eine solche Einstellung kommt uns doch irgendwie bekannt vor, oder?
Gerade uns Deutschen …

Sollten die Strategen Israels wirklich SO gut von den deutschen Verbrechern der 30iger/40iger Jahre gelernt haben?

Und nun komme mir niemand zum 1000sten Mal mit dem Antisemitismus-Vorwurf, weil Israel einmal mehr kritisiert werden muss – leider. Das Argument sollte sich allmählich abgenutzt haben, weil es einfach nur ein Kritik-Totschlag-Argument ist. (Natürlich darf man Israel kritisieren, aber nicht SO …)
Bei einer solchen Kritik ist es aber völlig wurscht, ob Jude oder Nichtjude, Christ oder Nichtchrist, Muslim oder Nichtmuslim. Der Glaube ist absolut egal. Eine solche Kritik würde JEDES Land treffen – ganz gleich welchen Glauben die Mehrheit der Bewohner hat, weil einfach nur schockierend und menschenverachtend ist, was dort geschehen ist und an vielen Stellen immer noch geschieht!

Damit sage ich übrigens keinesfalls, dass ich das, was sich die palästinensischen Fundamentalisten (wie die Hamas) leisten, für gut befinde. Ich mag keine Gewalt – egal von wem sie ausgeführt wird. Und ich mag es auch nicht, wenn man sich hinter unbeteiligten Zivilisten versteckt. Aber wenn man sich – wie die Israelis zu großen Teilen – als ein hervorgehobenes, weil von Gott auserwähltes Volk fühlt, darunter zu leiden hatte, dass man jüdischen Bürgern unglaubliche Verbrechen angetan hat, und wenn man dann selbst SOLCHE ebenso menschenverachtenden Dinge tut, hat man jedes Recht auf milde Begutachtung und verständnisvolle Wertung für mich verloren.

Thema: Politik/Gesellschaft, Tage wie diese | Kommentare (14) | Autor: Ulinne

Glückwunsch, mein Sohn!

Mittwoch, 18. März 2009 10:39

Natürlich denke ich heute an dich – nicht nur heute, aber heute an deinem Geburtstag besonders, denn dieser Termin ist selbstverständlich ganz dick bei meinen Terminen markiert.

Lange habe ich von dir nichts mehr gehört, mein Sohn. Einige Jahre sind es mittlerweile. Das schmerzt, aber es ist offenbar (noch) nicht zu ändern. Ich vermute dich hinter so manchem Anruf, bei dem sich am anderen Ende niemand meldet und rasch wieder aufgelegt wird.
Schade, dass du dich nicht traust …

Falls du ab und zu einmal hier hereinschaust, sollst du dir zumindest hier den Glückwunsch zu deinem 26. Geburtstag abholen können, und fühl dich bitte von mir ganz lieb gedrückt.

Thema: Meine Menschen, Tage wie diese | Kommentare (5) | Autor: Ulinne

Großes Kopfschütteln!

Mittwoch, 18. März 2009 10:31

Dieser Mann ist doch nun wirklich nicht mehr ganz in der Welt und von den Lebensrealitäten der Menschen sowas von weit entfernt …

Für mich ist dieser Ratzinger kein “heiliger”, sondern ein ziemlich dummer “Vater”. Da muss man sich ja fast fremdschämen … :-(

Thema: Politik/Gesellschaft, Tage wie diese | Kommentare (5) | Autor: Ulinne

Bei Maischberger – Thema: Bedingungsloses Grundeinkommen

Sonntag, 15. März 2009 1:18

Menschen bei Maischberger:

Panik um den Job: Muss der Staat uns alle retten?

Das Video dazu.

Kommentar in der SZ

WebMoritz-Blog-Beitrag dazu mit ergänzenden Videos

Thema: Tage wie diese | Kommentare (1) | Autor: Ulinne

Beraten und verkauft

Montag, 9. März 2009 23:14

Eben lief im WDR aus der Reihe DIE STORY der Beitrag
Beraten und verkauft – Wie Politiker und Investoren bei der Sparkasse KölnBonn abkassieren.
(Falls jemand einen Link zum Video hat, kann er ihn ja bei den Kommentaren eintragen – wäre nett.)

Während des Films, der einmal mehr zeigte, wie gewissenlose Abzocker vor nichts zurückschrecken, wenn sie sich auf Kosten der Steuerzahler die Taschen füllen, wie sie – allem Anschein nach – dabei auch die Staatsanwaltschaft im Sack haben, musste ich die ganze Zeit an das aktuelle Drama im Severinviertel, an den durchgeboxten U-Bahnbau, die Äußerungen diverser Verantwortlicher in der augenblicklichen, dramatischen Situation denken, daran, wie man dieses Projekt – wie man nun sieht und wie es von Anfang an auch im Bereich des Möglichen war – über Leichen gehend und gegen jeden Widerstand durchgesetzt hat, und es drängte sich mir der Eindruck auf, dass es in Köln tatsächlich eine derart mafiös-klüngelige Vetternwirtschaft gibt, die jedes Vertrauen in eine wirkliche Aufklärung dieser Katastrophe um den Einsturz des Historischen Archivs zunichte macht.
Unter einem Artikel zum aktuellen Thema fand ich auf einer WDR-Seite folgenden Kommentar, der doch sehr nachdenklich macht, besonders, wenn man bedenkt, dass viele Mafia-Insider behaupten, dass sie sich auch in Deutschland mittlerweile festgesetzt und bis in die höchsten Ränge Einfluss hat.

Da schreibt z.B. “Tommy aus Berluskonien, einst Italien(ich hoffe, dass die Seite noch stimmt, sonst muss man ein bissel blättern):
Vor gut 38 Jahren hat mich das Schicksal von Köln nach Italien vertrieben. Hier regiert seit fast einer Ewigkeit Berluska, in jungen Jahren als Baulöwe gestartet. Die einzige Verbindung zur Heimatstatd Köln war damals die Deutsche Welle, die ich heute noch täglich über Kurzwelle oder Internet höre. In “Focus Europa” wurde heute ein Beitrag über den U-Bahn Bau in Amsterdam gesendet. Auch dort stürzten durch den Bau mehrere Häuser ein, glücklicherweise ohne Tote. “Guarda caso”, welch ein Zufall, die Baufirma ist laut Deutsche Welle die gleiche wie in Köln! In Berluskonia weiß man genau, wie das läuft, hier hat die Mafia das Monopol für alle öffentlichen Bauvorhaben, der Boss sitzt ganz oben! Ganz klassisch ist die Kostenexplosion sowie die Verwendung minderwertiger Materialien. Die Polizei solte mal ganz genau die finanziellen Verhältnisse aller involvierten Personen unter die Lupe nehmen, ganz von Anfang an.”

Ja, ich vermute auch ganz stark, dass die Mafia – so sie sich denn tatsächlich auch in Deutschland festgesetzt hat – das zu einem großen Teil in Köln schaffte. Ich glaube, die wirklichen Ursachen dieses schrecklichen Unglücks werden nie in vollem Umfang herauskommen. Da ist der Mafia-Klüngel vor …

Man kann nur hoffen, dass die Kölner Bürger sich nicht (länger) von schleimig-schönen Worten dumm quatschen lassen, dass sie sich nicht kaufen lassen, und dass ihre Wut so groß ist, dass sie diese Bande mit Pauken und Trompeten vom Hof jagen!

Der Beitrag wird am Mittwoch, 11. März 2009, 12.00 – 12.45 Uhr wiederholt.

Ah – eben finde ich dazu auch das Video im Netz!

Thema: Politik/Gesellschaft, Tage wie diese | Kommentare (7) | Autor: Ulinne

Das Theater um das “Zentrum gegen Vertreibung”

Donnerstag, 5. März 2009 0:45

Vielleicht kann mir ja jemand helfen und mir das ganze Theater um dieses “Zentrum gegen Vertreibung” in Berlin, um das – offenbar nicht nur wegen der Steinbach – sogar ein völlig blödsinniger Streit mit unserem Nachbarland Polen riskiert wurde, erklären.
Ich verstehs nicht.
Ich verstehe auch nicht, wieso wir heute noch – über 60 Jahre nach dem letzten, vom verbrecherischen, deutschen Regime angezettelten Krieg und den damit verbundenen Vertreibungen – so etwas wie den Bund der Vertriebenen brauchen …
Es will mir nicht in den Kopf, denn für mich ist die Sache klar:
Krieg angefangen, jede Menge Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen, Krieg verloren, Land weg, Grenzen neu gezogen – fertig.
Ja, so geht das nun mal, wenn man als dummes Volk einem Geisteskranken zujubelt, ihm alles abkauft, was er da herumbrüllt, und alles abnickt, was der mit seinem Nagel im Kopf von einem will. Für mich ist das eine völlig logische Konsequenz.

Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass ich, als ich noch recht klein war (6 oder 7 vielleicht – Anfang der 50iger Jahre), mit meinen Eltern mal ein Schlesier-Treffen besucht habe – damals in der Halle Münsterland, denn meine Mutter ist in Schlesien geboren und musste während des Krieges, als sie um die 17/18 war, von dort fliehen. Vom Schlesier-Treffen versprach sie sich damals, eventuell ein paar verlorengegangene Menschen wiederzutreffen.

Auch die Familie meiner Mutter hat in Schlesien viel verloren, sie war recht begütert. Ländereien, Konservenfabrik, eine tolle Villa, deren Foto bis heute bei meiner Mutter an der Wand im Altenheim hängt …
Aber da war nie der Gedanke, auch nur ein Fitzelchen davon zurückzubekommen. Nein, es ging nur um die verlorenen Kontakte, von denen einige während dieses Treffens auch tatsächlich wieder zustande kamen.

Insgesamt erinnere ich mich jedoch daran, dass ich dieses Treffen recht unangenehm fand – mit all den seltsam angezogenen Fahnenträgern, den komischen Liedern, die man dort sang, und den eigenartigen Bewegungen der Arme. Damals verstand ich die Bedeutung dieser Armbewegungen natürlich noch nicht, wollte einfach nur die ganze Zeit lang dringend nach Hause, doch mit meinem heutigen Wissen graust es mir auch nachträglich noch …

Doch selbst wenn meine Mutter oder meine Großmutter damals – so kurz nach dem Krieg – etwas von ihrem Besitz hätten zurückhaben wollen, das wäre HEUTE nach so vielen Jahren doch gar nicht mehr relevant. Meine Großmutter ist längst tot, und meine Mutter ist jetzt 86 Jahre alt. Die fühlt sich längst nicht mehr “vertrieben”, die hat den größten Teil ihres Lebens in NRW verbracht, hat dort geheiratet, ihre Kinder dort bekommen, hat dort ihr Leben gelebt und verbringt ihre Zeit nun hoch zufrieden in einem der wirklich guten Altenheime, in der es nach ihrem Geschmack genau die richtige “Action” und Unterhaltung für alte Damen gibt. Das alte Schlesien ist weit, weit weg.

Wer lebt heute denn noch von denjenigen, die damals wirklich aus ihrer Heimat vertrieben wurden? Wer sind die Aktiven, die heute diesen seltsamen Vertriebenen-Bund aufrecht erhalten? Was wollen sie damit bezwecken? Und warum klagen auch heute noch einige darum, ihre Ländereien, ihre Güter und – was weiß ich – wieder zurückzubekommen? Dort haben doch längst Andere ihre Heimat gefunden, und die sind zum großen Teil ebenfalls vertrieben worden. Eine große Umverteilung also, die man nach über 60 Jahren und mindestens zwei weiteren, hier wie dort mittlerweile gut integrierten Generationen, endlich annehmen und akzeptieren sollte, denke ich.

Was dieses Zentrum gegen Vertreibung nun noch soll, verstehe ich nicht. Verstehst du es?

Und wer bezahlts? Doch nicht etwa wir Steuerzahler, oder? …

Also WENN es schon unbedingt ein Zentrum sein soll, in dem man sich neben dem Leid von Heimatvertriebenen auf der ganzen Welt auch für die weltweiten Menschenrechte einsetzen will, dann soll man es doch einfach “Zentrum für Menschenrechte ” nennen, da hätte man das Recht auf Erhalt der Heimat gleich mit drin, und dann hätte es auch weniger von diesem eigenartigen “Gschmäckle”, bei dem man die ewig Gestrigen hinter dem Ganzen vermutet.

Allerdings müssten das dann ganz andere Leute in die Hand nehmen …

Thema: Politik/Gesellschaft, Tage wie diese | Kommentare (8) | Autor: Ulinne

Proletenpassion

Mittwoch, 4. März 2009 11:55

Große Freude!

Nante hat mir die komplette Proletenpassion geschickt – ist eben bei mir angekommen!

proletenpassion005

Danke, Marianne!
Hast mich glücklich gemacht. ;-)

So, und nun erst einmal ab in den Garten – Blümchen pflanzen. Sahnewetter hier im Münsterland …

Thema: Tage wie diese | Kommentare (3) | Autor: Ulinne

Wahlcomputer

Dienstag, 3. März 2009 11:23

Karlsruhe erklärt Wahlcomputer für verfassungswidrig

Na – Gott sei Dank!
Ich könnte diesen Dingern auch nicht trauen. Zu leicht manipulierbar.

Thema: Politik/Gesellschaft, Tage wie diese | Kommentare (4) | Autor: Ulinne

Monsanto hat eine Schlacht verloren!

Dienstag, 3. März 2009 10:13

Brüssel hat gestern entschieden:

Österreich und Ungarn dürfen Genmais-Anbau untersagen.

Schön, dass das geklappt hat. ;-)
Bei jeder anderen Entscheidung hätte man auch annehmen müssen, dass Monsanto die Kommissions-Mitglieder schmiert … (was sie vermutlich eh tun, es ist halt nur nicht jeder käuflich …)

Thema: Politik/Gesellschaft, Tage wie diese | Kommentare (1) | Autor: Ulinne

Licht an

Montag, 2. März 2009 17:39

Da hat gerade jemand vor dem dunklen Himmel und den Häusern unserer Nachbarn das Licht angeknipst … ;-)

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Sollte jetzt tatsächlich doch noch die Sonne durchkommen und den Abend dieses trüben Tages versüßen? …

Thema: Mein Haus, Tage wie diese | Kommentare (0) | Autor: Ulinne

Älter werden …

Montag, 2. März 2009 12:32

Ich hab dem Blogbeutel versprochen, dass ich ihn zum Thema “Alter(n)” – “Alte oder Altlast” - noch einmal besuchen werde, dass ich vorher jedoch zunächst ein Weilchen in mich gehen und mir Gedanken darüber machen will.
Ich gestehe: Eigentlich wollte ich mich dann doch davor drücken, weil solche Gedanken ja nicht gerade angenehm sind.

Gestern Abend dann, als Denis Scheck die Autorin und Inhaberin des Literatur-Nobelpreises 2007 Doris Lessing besuchte, um mit ihr über ihr neuestes Buch “Alfred und Emily (Hoffmann und Campe) zu sprechen, sagte sie dann einige Dinge, die die Sache – auch für mich – auf den Punkt treffen. Unter Anderem machte sie wenig Hoffnung auf ein weiteres Buch von ihr. Sinngemäß: “Das Schreiben ist im Alter viel zu anstrengend – wegen all der Zipperlein, mit denen man belastet ist, und um die man sich kümmern muss. Da kann man sich nicht auch noch auf Geschichten konzentrieren. Es fällt einem einfach nichts mehr ein …”

Ja, das ist es, dachte ich, Alter(n) ist “anstrengend”, zieht die Energie von den schönen Dingen ab, und ich beschloss, mein Versprechen zu halten und doch ein wenig darüber nachzudenken – auch wie ich persönlich mein Altern empfinde.

Gäbe es im Verlauf des Alterns nicht diesen – oft mit Schmerzen verbundenen – körperlichen Verfall, wäre es sogar wunderbar, denn man erlangt mit den Jahren ja auch eine gewisse Reife, Gelassenheit und “Weisheit”. Ich möchte zum Beipiel nicht mehr 20 sein und mir über meine berufliche Zukunft Sorgen machen müssen. Bin froh, dass ich nicht mehr auf der Suche nach einem Partner und der ‘Liebe meines Lebens’ sein muss, und dass ich mich entspannt zurücklehnen kann, da ich Letzteres nach einigen Irrungen und Wirrungen längst gefunden habe und meine Altersversorgung ja schon “durch” ist. Und ich nehme an, dass diejenigen, die sich bis ins hohe Alter bester Gesundheit erfreuen, über das Alter auch völlig anders denken, als jene, bei denen es mit der Zeit an immer mehr Ecken und Kanten knirzt und knarzt.

Falten allein wären ja nicht schlimm. Sie sind wie ein körperliches Archiv meines gelebten Lebens und im Grunde rein äußerlich.
Gut, das kann einen auch unangenehm treffen – besonders wenn man in jungen Jahren einmal recht attraktiv war und nun feststellen muss, dass der Lack, mit dem man im Laufe des bisherigen Lebens bei vielen Leuten ziemlich gut ankam, nun ab ist. Man ist halt eine dieser vielen alten Frauen, die man manchmal kaum noch von einander unterscheiden kann – besonders dann nicht, wenn sie alle mit grauen Haaren daherkommen. Aber diese Falten tun nicht weh, und wenn man nicht gerade jemand ist, der ständig vorm Spiegel steht, sieht man sie selbst ja nur selten … *g*

Vom Gefühl her und im Kopf verändert man sich während des Alterns aber nicht wirklich. Ich jedenfalls denke nicht so wie ich es von einem Menschen in den 60igern früher als junger Mensch erwartet hätte. Nein, im Kopf bin ich noch immer 20. Na gut, sagen wir mal 30 – mit den Erfahrungen und Einsichten von 60 Jahren. Da passt mit der Zeit das Außen und das Innen nicht mehr so recht zusammen – das ist schon schwierig …

Was ich mir allerdings GARNICHT vorstellen kann ist die Tatsache, dass es vielleicht nur noch ein paar Jahre braucht, bis man mich nicht mehr ernst nehmen, mich – beispielsweise in einem dieser grauenhaften Heime – wie ein Kleinkind behandeln und schlecht versorgen könnte, und ich kann auch nicht verstehen, dass die heutigen Entscheidungsträger nicht bedenken, dass auch SIE eines Tages das Alter mit seinen möglicherweise recht unangenehmen Begleiterscheinungen treffen wird – und zwar unausweichlich! Schon im Hinblick auf die eigene Zukunft müssten sie heute doch alles dafür tun, dass alte Menschen würdig und angemessen betreut und versorgt werden, und dass beim Gesundheitssystem nicht ständig weiter zusammengespart wird.
Aber das wird offenbar verdrängt so lange es geht. In der Regel stehen diese Entscheidungsträger finanziell ja auch in der Zukunft so gut da, dass sie sich über eine eventuelle Unterversorgung im Alter keine Gedanken machen müssen …

Seit ich 60 bin mache ich mir des öfteren Gedanken darüber, wie viele Jahre ich nun wohl noch haben werde.
Noch 10 Jahre?
Noch 20 …?
Könnte ich mir – falls die Emma mal nicht mehr ist – noch einmal einen neuen Hund anschaffen? Oder überlebt sie mich gar …? Was geschieht dann mit ihr? Der Michi-Mann muss ja arbeiten – noch eine ganze Weile, immerhin ist er 10 Jahre jünger als ich – und ist am Tag kaum zuhause …
Lohnt es sich, an unserem Haus noch viel zu machen? Maßnahmen zur Energieeinsparung – Dämmung hier und dort? Neue Fenster, neue Heizung, Solaranlage etc.?
Rechnet sich das, wenn ich eh in 10 Jahren nicht mehr lebe? Michi allein könnte einen zusätzlichen Kredit ja nicht tragen. Würde er das Haus allein überhaupt halten können …?
Was passiert, wenn ich ernsthaft krank werde und ins Krankenhaus muss?
Sollte ich mir schon mal ein Köfferchen packen – mit allen notwendigen Dingen dafür – damit man es im Notfall nur noch rasch zu greifen braucht …?

An solche Dinge hab ich z.B. noch vor wenigen Jahren nie gedacht …

Grundsätzlich bin ich aber recht froh, dass mir nicht mehr allzu viele Jahre bleiben. Ich hatte großes Glück! Nach dem 2. Weltkrieg geboren habe ich mein Leben bisher in einer langen Phase ohne Krieg und ohne Mangel innerhalb Europas verbringen dürfen. Dazu noch in recht stabiler Gesundheit, ohne Behinderung und mit vielen schönen menschlichen Begegnungen.
So wie die Welt sich momentan jedoch entwickelt, möchte ich der wachsenden Kälte in der Gesellschaft nicht mehr lange zusehen müssen.
Und – wie ich an anderer Stelle ja schon schrieb: Ich werde – wenn es mal zuende ist – meine Seele durchs Weltall fliegen lassen und für mich, neugierig wie ich nun mal bin, endlich die Frage klären, wo das zuende/begrenzt ist, denn (vom Kleinen zum Großen!) etwas Anderes als ein – für uns – unüberschaubar großes, körperliches Gebilde kann das ja auch nicht sein, wenn es physikalisch-biologischen Gesetzmäßigkeiten folgt. (Vergleich: Sonnensystem = Zelle. Und was weiß eine Zelle in meiner Niere schon von den Zellen in meiner Haut?)

So, nun aber ab unter die Dusche, denn ich muss gleich zur Fußpflegerin. Von diesem Berufsfeld wusste ich übrigens vor einigen Jahren auch noch nicht mehr als über die Tatsache, dass es sowas gibt … ;-)

Thema: Tage wie diese | Kommentare (6) | Autor: Ulinne

NRW – Wahltermine

Sonntag, 1. März 2009 20:25

Eigentlich fällt es schwer zu glauben, dass der NRW- Innenminister Wolf (FDP – Kontaktmöglichkeit ) allen Ernstes lieber über 40 Millionen EURO (!!!) ausgeben, und die Bürger unseres Bundeslandes innerhalb eines Zeitraums von knapp einem Monat 2 x hintereinander in die Wahllokale treiben will:

- Kommunalwahl am 30. August 2009
- Bundestagswahl am 27. September 2009

Aber obwohl man einen solchen Unsinn kaum glauben kann – sie setzen doch immer wieder nochmal einen drauf und lassen den Zuschauer des politischen Geschehens fassungslos erstaunen – diese Herren und Damen Politiker.
Sie haben das zu verschleudernde Geld ja.
Von wem?
Von uns natürlich.
(Oder wollen sie den Blödsinn aus den eigenen Taschen finanzieren?)
Und sie meinen, mit uns machen zu können, was sie wollen …

Erwiesenermaßen leiden Kommunalwahlen unter mangelnder Wahlbeteiligung, wenn die Wahltermine SO nah beieinander liegen. Wer will schon zweimal kurz hintereinander in ein Wahllokal?
Aber das stört unseren NRW-Innenminister nicht … neiiiin. Da sind parteitaktische Überlegungen vor …

Und diese neue Lösung soll nun schon eine “Verbesserung” des Planes sein, den man vorher hatte. Der war NOCH blöder und wurde zum Glück vom Landesverfassungsgericht gestoppt. (Siehe auch hier der entsprechende Beitrag bei “Verstand in Gefahr”.)

Man kann nur hoffen, dass das Landesverfassungsgericht auch DIESEN Unsinn – und damit auch diese unsägliche Geldverschwendung – stoppt!

Thema: Politik/Gesellschaft, Tage wie diese | Kommentare (0) | Autor: Ulinne

EU will Länder zu Gen-Mais zwingen!

Sonntag, 1. März 2009 13:00

Ich setze eine wichtige Nachricht, die ich eben über Utopia erhielt, einfach mal hier ein:

Die EU-Kommission und die interessierten Unternehmen haben eine massive Attacke auf die Gentechnikfreiheit in Europa gestartet: Erstmals seit 1998 sollen zwei neue Gentechnikmais-Sorten (bt 11 von Sygenta und 1507 von Pioneer/ DuPont) neu zugelassen werden. Außerdem sollen die Regierungen von Ungarn, Österreich, Frankreich und Griechenland gezwungen werden, ihre nationalen Verbote für den Anbau der einzigen derzeit zugelassenen Gentechnik-Sorte, Mon810, aufzuheben.
• Am kommenden Montag findet die erste Abstimmung im Ministerrat statt: Werden die Verbote von Mon 810 in Österreich und Ungarn per Ukas aus Brüssel aufgehoben oder nicht?
• Danach stehen die Mon 810 Verbote in Frankreich und Griechenland zur Abstimmung
• Schließlich muss der Ministerrat entscheiden, ob erstmals wieder zwei neue Gentechnik-Sorten zugelassen werden (Bt 11 und 1507) Wir bitten Sie deshalb, unseren zuständigen Ministern, Frau Ilse Aigner und Herrn Sigmar Gabriel zu schreiben und Sie aufzufordern, gegen den Zwangsanbau in anderen Ländern und gegen die Zulassung neuer Gentechnik-Sorten zu stimmen. Bisher scheint es so als wolle sich die Bundesregierung bei diesen Abstimmungen der Stimme enthalten. Das käme allerdings einer Zustimmung gleich. Denn nur wenn die Vorschläge der EU-Kommission mit zwei Dritteln der Stimmen im Ministerrat abgelehnt werden, treten sie nicht in Kraft. Die 29 Stimmen von Deutschland sind dabei entscheidend.

gegenGenMais

Helft mit, diese Entscheidung zu verhindern!
Hier könnt ihr unterzeichnen.

Thema: Politik/Gesellschaft, Tage wie diese | Kommentare (2) | Autor: Ulinne

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