Dienstag, 18. März 2008 15:31
“War made easy – Wie Amerikas Präsidenten lügen“, so hieß der Beitrag aus der Serie “Die Story”, den ich eben im WDR gesehen habe (eigentlich auch gestern Abend schon einmal in der ARD), aber das hab ich mir gern auch noch ein 2. Mal angeschaut.
5 Jahre ist es also schon wieder her, seit US-Amerika den Irak angegriffen hat. Mein Gott, wie schnell doch die Zeit vergeht …
Erinnerungen steigen in mir hoch – wie sehr haben wir uns in Foren mit den Kriegsbefürwortern gekloppt, mussten uns als “Weicheier” bezeichnen lassen, die lieber hätten, dass der böse Sadam die Welt mit einem Atomkrieg überzieht und “friedliche” Menschen mit Massenvernichtungswaffen dezimiert, als zuzulassen, dass das “gute” US-Amerika, unsere Freunde, denen wir ach so dankbar sein müssten, weil sie uns damals ja schließlich von Hitler befreit haben, dem Bösen im Irak eins auf die Mütze gibt.
Zusätzlich dazu wurden wir von den Nachrichtensendern n-tv und N24 mit Dokumentationen über tolle neue Waffensysteme regelrecht “bombardiert”, um nur ja in Kriegsstimmung zu kommen …
Alles Lüge, worauf (auch) dieser Krieg wieder einmal basierte. Klar, dass die leidenschaftlichen Kriegsbefürworter von damals heute ganz klein mit Hut sind und inzwischen längst den Mund halten.
Aber für die Waffenindustrie, für die Ölmultis und viele andere Wirtschaftszweige, die immer von Kriegen profitieren und natürlich mit vielen Regierungen verbandelt sind, hat es sich gelohnt.
Obwohl die neuen Waffen ja so wunderbar exakt “arbeiten” sollten und viele ganz verliebt in sie waren, mussten Hunderttausende unter schrecklichen Bedingungen durch sie sterben, und unter schrecklichen Bedingungen müssen die Überlebenden nun ihr Leben “danach” fristen – immer in Angst, weil alles im Irak außer Kontrolle geraten ist und die Terroristen eine wundersame Vermehrung zu verzeichnen haben. Nix mit Dankbarkeit, Freude und Frieden.
Fazit: Glaubt KEINER Regierung auch nur ein einziges Wort, wenn sie anfängt, von der Möglichkeit eines Krieges zu faseln. Frieden und Demokratie wollen sie angeblich unterdrückten Völkern bringen. Glaubt es nicht! IMMER stehen ganz persönliche Bereicherungsgründe kleiner Cliquen und Lobbyisten im Hintergrund, von denen jedoch niemand spricht. Und auch die Medien sollten sich gehörig schämen. Unglaublich, wie sie damals die Kriegstreiber umarmt und sich für sie eingesetzt haben. Bin sicher, sie würden es wieder tun …
Hätte man doch zu allen Zeiten auf uns Kriegsgegner gehört.
Denn Krieg kann NIEMALS ein Mittel sein – ganz gleich zu welchem Zweck er geführt werden soll und geführt worden ist! Wie viel Leid hat die Gewalt vielen Menschen schon gebracht?!
Krieg ist barbarisch und wird es immer bleiben, auch wenn die Waffenindustrie angeblich noch so präzise, faszinierende, entzückende Waffen baut! Sie sind ein Milliardengeschäft, und nur DARUM geht es bei allen Kriegen dieser Welt: um bombig gute Geschäfte auf dem Rücken vieler Soldaten und (immer mehr!) Zivilisten! (Im Irak mittlerweile 90%!)
Und die USA sind ja nun wirklich nicht das Land, das irgendeinem anderen Land auf der Welt Frieden und Demokratie bringen könnte – geschweige denn (selbstlos) müsste. Dazu müsste man dort in den Administrations-Etagen erst einmal wissen, was Demokratie überhaupt ist …