Donnerstag, 31. Januar 2008 11:40
Für viele ist das Thema TOD ein Tabu. Man redet nicht gern drüber, schiebts von sich weg, schaut es nicht an – in der Hoffnung vielleicht, dass es dann auch nicht stattfinden wird. Nicht wirklich.
Doch es WIRD irgendwann stattfinden, mit unausweichlicher Sicherheit! Früher oder später. Da können wir noch so sehr den Kopf in den Sand stecken wollen.
Mona Lisa hat mich in ihren letzten beiden Beiträgen drauf gebracht, darüber mal wieder nachzudenken. Außerdem ein Beitrag bei Agnes, in dem sie sich Sorgen um ihre Freundin macht und furchtbar traurig ist, da ihr Leben wohl nicht mehr zu retten ist.
Für mich ist der Tod KEIN Tabu, ich denke gern darüber nach, habe auch schon etliches darüber gelesen. (Z.B. “Über den Tod und das Leben danach” von Elisabeth Kübler-Ross.) Gehe ich doch davon aus, dass meine Seele unsterblich ist. Leider war auch mit meinem Vater vor seinem Tod nicht darüber zu reden, obwohl ich es immer wieder versucht habe …
Nein, ich glaube nicht daran, dass ich nach dem (hoffentlich möglichst schmerzlosen Sterben) in den “Himmel” komme, und dass es dort einen “Gott” gibt, oder einen “Jesus” (angeblich sein Sohn), der dort “zu seiner Rechten” sitzt und gemeinsam mit ihm und dem “Heiligen Geist” erfreut die gläubigen Menschen nach deren Ableben in Empfang nimmt und ihnen himmlische Zeiten bereitet. Das sind für mich Märchengeschichten, die die Menschen brauchen (und schon immer brauchten), um sich den Sinn des Lebens zu erklären. Was ich über Religionen an sich denke und über die Glaubenskriege, die in ihrem Namen geführt werden, wurde hoffentlich ja schon in meinem “Weihnachts“-Beitrag klar.
Aber ich glaube daran, dass jedes Lebewesen eine Seele hat, die nach dem Absterben des Körperlichen, Materiellen frei wird und sich ohne jede Grenze bewegen kann. Und das werde ich nutzen, das sag ich euch!
Da ich nämlich furchtbar neugierig bin und sehr gern mehr über das Weltall wissen würde, würde ich mir – so bald ich aus diesem meinem Körper raus bin – umgehend anschauen, wie genau das aufgebaut ist und wo es zuende ist. Ich glaube nämlich weiter, dass alles Kleine eine Entsprechung im Großen hat – und umgekehrt.
So wie die Krone der Linde aussieht wie ihr Blatt, bei den anderen Bäumen ist es übrigens genauso (achtet mal darauf!), so ist der Aufbau einer Zelle entsprechend dem unseres Sonnensystems – sogar in den Entfernungsrelationen! Alles darin kreist um den Kern (Entsprechung: die Sonne).
Deshalb gehe ich davon aus, dass wir quasi als NanoNanoNano-Teilchen in so etwas wie einer Zelle leben – viiieeel kleiner als ein Fliegenschiss übrigens – im Verhältnis zum Ganzen, das sollte sich so mancher arrogante menschliche Großkotz, der sich als die Krone der “Schöpfung” sieht und Tiere für “Sachen” hält, mal klar machen. (Was weiß z.B. das menschliche Spermium von der menschlichen Haut …?)
Ja, und dass diese Zelle, in der wir eine Zeit lang existieren, Teil eines großen, großen Gesamt-Körpers ist, der aus einer Unzahl dieser Zellen zusammengesetzt ist und irgendwo – so wie alles Lebende hier auf der Erde – eine “Haut“, eine Begrenzung haben muss – das glaube ich auch.
Deshalb fürchte ich mich nicht vor dem Tod, und ich versuche, davor möglichst alles, was danach zu regeln ist, selbst in die Hand zu nehmen, damit das später nicht andere für mich machen müssen. Irgendwo ist dieses Vor-dem-Tod-die-Augen-verschließen für mich nämlich auch ein Stück Gemeinheit und Ignoranz den Hinterbliebenen gegenüber. Nach dem Motto: Ich will nix damit zu tun haben – nein, an den Tod will ich nicht denken, sollen sich doch die Überlebenden später um alles Notwendige kümmern.
Nee, das find ich keinen schönen Zug.
Eure Meinung zu diesem Thema würde mich interessieren …